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Der Erbsenzähler war zur Zeit Jesu ein hoch anerkannter Beruf. Die Erbsenzähler boten ihren Dienstleistungen im Tempelvorhof an und verdienten sich eine goldene Nase an den einfachen Gläubigen, die in der Regel das Erbsenzählen nicht beherrschten.

Die Erbse galt als "Opfergabe des kleinen Mannes". Gemäß der geltenden Opfervorschrift, musste jedoch zu den unterschiedlichen Opferzwecken jeweils eine genau abgezählt Menge an Erbsen verwendet werden. Der Preis für diese Dienstleistung richtete sich nach der zu zählenden Menge. Da kam zu der Opfergabe selbst noch ein zweites Opfer in Münzen hinzu. Diese Unsitte führte natürlich das System der bargeldlosen Sachspende ad absurdum.

Jesus konnte aber diese Erbsenzähler nicht leiden, weil sie mit ihrem geschäftigen Treiben den Tempel entweihten und ihren Wohlstand durch die Ausbeutung der ohnehin schon armen Bevölkerung bauten.


siehe dazu: Johannes 2,14